Am 23. April wurde in der Paulskirche in Frankfurt / Main der Architecture + Technology Award 2006 vergeben. LATZ RIEHL PARTNER Landschaftsarchitekten AKH BDLA wurden mit dem Architekturbüro Herzog + Partner aus München, sowie dem Landschaftsarchitekturbüro Latz + Partner aus Kranzberg für die Außenanlagen des Büroneubaus der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes VVaG (SOKA-BAU) in Wiesbaden geehrt. Die Preisverleihung erfolgte durch den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wolfgang Tiefensee anlässlich der Eröffnung der Messe Light and Building. Der Architecture + Technology Award wird alle 3 Jahre von der Messe Frankfurt vergeben und ist mit 75.000 € europaweit die höchst dotierte Auszeichnung auf dem Gebiet der Architektur und Technik. Der Preis würdigt das harmonische Zusammenspiel von Form und Funktion ebenso wie die Verwendung neuer Materialien und Technologien. Darüber hinaus zeichnet der Award Architekten und Ingenieure gemeinsam aus, deren erfolgreiche Zusammenarbeit von der Projektplanung bis zur Ausführung durch integrales Handeln gekennzeichnet ist. Dies zeigt sich am Beispiel des Büroneubaus der SOKA BAU in dem ganzheitlichen Ansatz, ein Zusammenwirken von Gebäude und Freiraum für klimatisch, belichtungstechnisch und energetisch optimierte Arbeits- und Erholungsräume zu erreichen. Die Gliederung des Gebäudes in einen Verbindungsbau mit darüber liegenden Büroriegeln ermöglicht eine natürliche Längsbelüftung und öffnet hofartige Freiräume zwischen den Riegeln. LATZ RIEHL PARTNER Landschaftsarchitekten AKH BDLA waren mit dem Büro Latz + Partner beim Büroneubau der SOKA BAU für den Entwurf und die technische Konzeption der Außenanlagen inkl. Ausschreibung und der Vergabe von Bauleistungen sowie der Bauleitung verantwortlich. Schwerpunkt war dabei die Begrünung unterbauter Flächen mit ca. 25.000 m² intensiver und extensiver Dachbegrünung. Spezielle Substrate aus Lava, Bims und Zeolithen mit einer hohen Ionenaustauschkapazität, als auch eine differenzierte Pflanzenauswahl unterstützen hierbei ein spezielles Regenwassermanagement. Das anfallende Regenwasser wird durch die Pflanzen und Substrate gespeichert und verzögert zum Abfluss gebracht, um dann in einer Zisternenanlage gesammelt zu werden. Diese dient als Reservoir für die Sprinkleranlage und das Bewässerungssystem und wird somit in einen gesteuerten Kreislauf gebracht. Das überschüssige Regenwasser, durch die Substrate gefiltert, erreicht dabei annähernd Trinkwasserqualität. Die ausgewählten Pflanzen, bestehend aus Geophyten, Stauden und Großbäumen mit einem hohen ästhetischen Anspruch, tragen darüber hinaus, durch ihre vielfältige Funktion und durch ihre Anordnung zur Verbesserung des Mikroklimas bei.
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